Alois Schöpf wurde 1950 in Lans bei Innsbruck geboren. Er debütierte 1973 als Schriftsteller mit dem Roman „Ritter, Tod und Teufel“, für den er den Preis des Molden-Roman-Wettbewerbs erhielt. Von 1973 bis 1976 war Schöpf Redakteur des Österreichischen Fernsehens und betreute Sendungen wie „Lumières Kinder“ „Planquadrat“, „Ein echter Wiener geht nicht unter“ oder „Geschichten aus Österreich“.

Seit 1976 arbeitet Schöpf als freischaffender Schriftsteller, Journalist und Veranstalter. Er lebt in Lans bei Innsbruck, ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn.

Als Schriftsteller verfasste Schöpf zahlreiche Romane, Sach- und Kinderbücher. Er ist einer der führenden Essayisten Österreichs und hat mit „Wenn Dichter nehmen“ die Korruption im Literaturbetrieb scharf kritisiert. Nicht minder konsequent analysiert er in seinem neuesten, bei Limbus erschienen Werk „Kultiviert Sterben“ die Unfähigkeit der Politik, gegen den Widerstand der Religionen, vor allem der katholischen Kirche, menschenrechtskonforme Gesetze im Sinne eines selbstbestimmten Lebensendes zu schaffen. Als Taschenbuch erschien unlängst auch „Platzkonzert“, ein Essay, das sich kenntnisreich mit Musik und der Frage beschäftigt, wie die Liebe zur Musik in das Leben eines jungen Menschen kommt.

Schöpf schreibt darüber hinaus seit 25 Jahren in Zeitungen und Zeitschriften, etwa wöchentlich in der „Tiroler Tageszeitung“, pointierte und viel gelesene Kolumnen. Daneben ist er als künstlerischer Leiter der renommierten Innsbrucker Promenadenkonzerte tätig, die er vor 21 Jahren gegründet hat.

Als Dramatiker verfasste er Hörspiele und Theaterstücke, darunter den Provinzklassiker „Heimatzauber“. Er gestaltete auch den Auftritt Österreichs bei der Weltausstellung 2000 in Hannover mit 500 Musikern und schrieb neben dem Libretto zur Oper „Die Sennenpuppe“ von Ernst Ludwig Leitner für das Tiroler Landestheater und den Komponisten Florian Bramböck das Libretto zu „Hofers Nacht“, eine Oper, die sich mit dem Tiroler Nationalhelden Andreas Hofer auseinander setzt. Mit Ernst Ludwig Leitner zusammen erarbeitete Schöpf in der Folge im Auftrag der Tiroler Festspiele Erl die Oper „Die Hochzeit“, die von Gustav Kuhn im Juli 2010 uraufgeführt wurde.